www.Tottorestauro.com Restaurierung Mainz Altstadt, Kunstrestarator.

Kunstrestaurator. Konservierung und Restaurierung Atelier Mainz Altstadt.

 PEPE-s Atelier

Restaurierung                                                                                                        

                                                                                                                                    

           

     TUTTORESTAURO Mainz Altstadt

 

 

 

                     


           

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Arbeit basiert auf einem klaren Grundsatz:

Kunst und Kulturgut sind einzigartige Zeugnisse menschlicher Geschichte, 
Identität und Kreativität – sie verdienen höchsten Schutz und größte Sorgfalt.

 


Konservierung & Restaurierung

von  

Kunst und Kulturgut

                             

 

 

Die Kunst lebt, atmet und altert

Restaurierung als Teil der Konservierung

Unser Ziel ist es, Restaurierung als integralen Bestandteil der Konservierung zu verstehen – nicht als Erneuerung, sondern als behutsame Sicherung und Erhaltung der vorhandenen Substanz.

Eine gut ausgeführte Konservierung bewahrt die natürliche Alterung und Patina eines Kunstwerks. Diese Patina ist kein Makel, sondern Ausdruck seiner Geschichte und seiner kulturellen Bedeutung. Sie trägt wesentlich zum ästhetischen und materiellen Wert eines Objekts bei.

Deshalb verfolgen wir bewusst den Ansatz:
Restaurierung als Teil der Konservierung – und nicht als „wie neu gemacht“.

Was bedeutet Konservierung?

Konservierung ist der Überbegriff für alle Maßnahmen, die dem Erhalt eines Kunst- oder Kulturguts dienen. Ziel ist es, natürliche Zerfallsprozesse – etwa durch:

  • Austrocknung

  • Oxidation

  • Mikroorganismen (z. B. Schimmel,     Pilze, Bakterien)

zu stoppen oder zu verlangsamen, ohne das Objekt in seinem historischen Ausdruck zu verfälschen.

Eine verantwortungsvoll durchgeführte Restaurierung basiert daher stets auf konservatorischen Grundsätzen. Sie dient dazu, die originale Substanz zu bewahren, ihre Stabilität zu sichern und zugleich ihre Geschichte sichtbar zu lassen.

 

 


 

Material- und Methodentreue

In der von uns durchgeführten Konservierung und Restaurierung orientieren wir uns an den bewährten Techniken der Vergangenheit ebenso wie an den Möglichkeiten der Gegenwart.
Dabei verwenden wir sowohl historische als auch zeitgenössische Materialien und Methoden – stets ausgewählt nach den Erfordernissen des Objekts, der Materialkompatibilität und den aktuellen konservatorischen Standards.

So entsteht eine verantwortungsvolle Verbindung aus Tradition, wissenschaftlicher Fundierung und moderner Praxis, die den langfristigen Erhalt der Originalsubstanz gewährleistet.

 

                                   

      

 

Zu den konservatorischen / restauratorischen Maßnahmen gehören:

 

 

Untersuchung & Schadensdiagnose:

 

 

 

 


Jede Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahme beginnt mit einer fundierten Untersuchung.
Ziel ist es, die Reinheit des Originals zu bewahren und die Substanz langfristig zu sichern.

Im Fokus stehen dabei:

Bestimmung des Erhaltungszustands
Analyse von Materialzustand, Alterungsspuren, Vorrestaurierungen und Umwelteinflüssen.

Altersbestimmung
Einschätzung der Entstehungszeit durch kunsthistorische und materialtechnische Merkmale.


Schadensdiagnose
Erfassung aller sichtbaren und unsichtbaren Schäden – etwa durch Rissbildung, Schimmel, Lockerungen, Verfärbungen oder Materialverluste.
Auf Wunsch auch mit Unterstützung bildgebender Verfahren oder naturwissenschaftlicher Analysen (z. B. UV-Licht, Mikroskopie, Materialproben).

Das Untersuchungsergebnis bildet die Grundlage für ein individuell abgestimmtes, fachgerechtes Restaurierungs- und Konservierungskonzept. Alle Befunde und geplanten Maßnahmen werden sorgfältig dokumentiert.

  

 


Trockenreinigung 

der Rückseite:

 

 

 


Entfernung von Schmutz, Staub, Überzügen, Nikotin, Wachs, Schimmel oder alten Restaurierungen materialen. In speziellen Fällen erfolgt die kontrollierte Reinigung mittels eines feinen Sandstrahlverfahrens – etwa bei stark verschmutzten

 

Bekämpfung von Mikroorganismen

Kunst- und Kulturgüter sind empfindlich gegenüber mikrobiellen Schadensfaktoren.
Wir führen gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Mikroorganismen durch – insbesondere von:  Schimmelpilzen, Bakterien, Fäulniserregern

Je nach Art und Ausmaß des mikrobiellen Befalls kommen trockene oder feuchte Reinigungsverfahren, Desinfektionsmaßnahmen oder klimatische Stabilisierung zum Einsatz. Ziel ist es, das Objekt dauerhaft zu sichern, ohne seine Materialität oder Ästhetik zu beeinträchtigen.

Die Behandlung erfolgt stets materialschonend, reversibel und nach den geltenden konservatorischen Standards.


Retusche

 

Im Rahmen restauratorischer Eingriffe führen wir Retuschen mit größter Zurückhaltung und handwerklicher Präzision durch – stets unter Beachtung ethischer und konservatorischer Grundsätze.

Ziel ist nicht die Übermalung, sondern die ästhetische Beruhigung von Fehlstellen, ohne das Original zu verfälschen oder in den Vordergrund zu treten.

Je nach Objekt und Erhaltungszustand kommen unterschiedliche Retuschetechniken zur Anwendung:

Tratteggio     / Rigatino
Linienretusche mit feinen Strichlagen zur optischen Integration bei gleichzeitiger     Erkennbarkeit aus der Nähe – eine Technik der italienischen Restaurierungsschule.

Neutralretusche
Subtile Tönung der Fehlstellen in zurückhaltenden, neutralen Farbtönen –     zur Beruhigung des Gesamtbildes.

Vollretusche    (nur wenn fachlich gerechtfertigt)
In besonderen Fällen erfolgt eine flächendeckende Ergänzung – stets 
klar     dokumentiertreversibel    und in zeitgenössischer Material- und Technikwahl.

Alle Retuschen erfolgen mit alterungsbeständigen, reversiblen Farben und unter sorgfältiger Beachtung der historischen, künstlerischen und materialtechnischen Zusammenhänge.

Vergoldung – Erhalt & Restaurierung historischer Blattmetalle:

 

 

 


Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die sorgfältige Analyse und Wiederherstellung historischer Vergoldungen, unter Berücksichtigung ihrer Technik, Materialität und Alterungsspuren.

Bestimmung des Erhaltungszustands
Untersuchung von Blattgold, Poliment, Grundierungen und Schutzschichten – inklusive Schadensdiagnose (Abrieb, Glanzverlust, Oxidation, Abblätterung).
Verarbeitung von Blattgold und Blattmetallen
Restaurierung und Neuvergoldung in historischen Techniken wie Ölvergoldung, Polimentvergoldung oder Mixtionvergoldung – auf Holz, Metall, Stuck oder Textil.

Ergänzung & Retusche
Fehlstellen     werden ergänzt, Übergänge sensibel retuschiert – mit dem Ziel,die Wirkung zu harmonisieren, ohne die Lesbarkeit der Geschichte zu verlieren.

Wir verwenden ausschließlich hochwertige, alterungsbeständige Materialien und arbeiten nach traditionellen Methoden, die den Charakter der ursprünglichen Vergoldung respektieren.


 

Firnis & Farben Mikroskopische Analyse:

 

 

 


Zur Beurteilung des Schichtaufbaus, der Alterungserscheinungen sowie früherer Eingriffe setzen wir mikroskopische Untersuchungen 

ein. Diese liefern wertvolle Erkenntnisse über:

Firnisschichten (z. B. Anzahl, Vergilbungsgrad, Zustand)

Alterungsrisse (Krepierungen)

Original- und Retuschezonen

Veränderungen der Farbtöne durch Oxidation

Behandlungsmaßnahmen

Regenerierung von versprödeten oder

 gekreppten Firnis- und Farbschichten
Durch gezielte Anwendung geeigneter Lösemittel oder Regeneriermittel werden gealterte Schichten wieder homogenisiert – 
ohne Verlust der Originalität.

Vergilbte Firnisreduzierung
Schonende Reduzierung stark vergilbter Firnisschichten, um die ursprüngliche Farbwirkung des Werkes wieder sichtbar zu machen.

Firnisabnahme / Teilfirnisabnahme
Falls erforderlich, wird der alte Firnis vollständig oder abschnittsweise abgenommen – dokumentiert, reversibel und materialgerecht.

Diese Maßnahmen erfolgen stets in Abwägung mit der historischen Integrität des Kunstwerks sowie auf Basis fundierter Voruntersuchungen.

Risse & Fehlstellen – Strukturbehandlung

 


Mechanische Schäden wie Risse, Löcher, Materialbrüche oder Verluste erfordern besondere restauratorische Sorgfalt. Ziel ist die stabile Verbindung der Substanz und, wenn möglich, die Wiederherstellung der ursprünglichen Form – unter maximaler Erhaltung des Originals.

Nähen, Verkleben oder Verschweißen
Je nach Material (z. B. Leinwand, Holz, Metall oder Mischtechniken) werden Risse oder Brüche fachgerecht und dauerhaft verbunden – mit geeigneten Kleb- oder Verbindungstechniken.

Schließen von Löchern und Fehlstellen
Verloren gegangene Partien werden – falls sinnvoll – rekonstruiert oder ergänzt, um die strukturelle und optische Einheit des Objekts wiederherzustellen.

Verstärkungsmaßnahmen auf der Rückseite
Etwa durch Einlagen, Flicken, Doublierungen oder Trägereinlagen – stets materialgerecht und reversibel.

Diese Maßnahmen erfolgen ausschließlich nach sorgfältiger Voruntersuchung und mit dokumentierter Auswahl kompatibler Materialien, die den langfristigen Erhalt gewährleisten.


 

Holzwurmbekämpfung:

 

 

Bei Holzobjekten kann es durch tierische Schädlinge – insbesondere Anobien („Holzwurm“) – zu erheblichen strukturellen Schäden kommen.
Wenn sich Holzwürmer oder andere Insekten im Material eingenistet haben, ist eine gezielte Behandlung notwendig, um die Substanz dauerhaft zu sichern.

Maßnahmen:

Erkennung &     Diagnose
Untersuchung auf aktiven Befall anhand von Bohrmehl, Ausfluglöchern und Geräuschen; ggf. ergänzt durch Thermografie oder Mikroskopie.
Bekämpfung aktiver     Schädlinge
Einsatz geeigneter Verfahren zur Abtötung (z. B. kontrollierte Begasung, thermische Verfahren oder Stickstoffbehandlung) – materialschonend und     rückstandsfrei.

Nachsicherung &     Festigung
Behandlung und Festigung des geschwächten     Holzes durch geeignete Harze oder Stabilisatoren.

Alle Maßnahmen erfolgen nach aktuellen konservatorischen Standards und in enger Abstimmung mit den Eigentümer*innen bzw. Institutionen.

Dublierung – Stabilisierung des Bildträgers


Bei stark geschwächten, rissigen oder mechanisch instabilen Gemälden auf Leinwand kann eine Dublierung notwendig sein.
Dabei wird der originale Bildträger vorsichtig auf ein neues Trägergewebe übertragen, um ihn zu stabilisieren und vor weiterem Substanzverlust zu schützen.

Diese Maßnahme erfolgt unter strenger Einhaltung konservatorischer Richtlinien:

Stabilisierung der Originalleinwand
Der geschwächte Träger wird durch ein neues Gewebe mechanisch unterstützt.

Sicherung der Malschicht
Die Verbindung erfolgt materialgerecht, mit reversiblen Klebesystemen, die keine Spannungen erzeugen.

Minimalinvasives Vorgehen
Eine Dublierung wird nur durchgeführt, wenn alternative Maßnahmen nicht ausreichen – und stets mit dem Ziel, die originale Substanz maximal zu erhalten.

Die Dublierung zählt zu den sensiblen Eingriffen und wird ausschließlich nach genauer Voruntersuchung und Abwägung aller Optionen vorgenommen.

Marouflage – Aufbringen auf starre Bildträger:


Die Technik der Marouflage dient dazu, einen textilen Bildträger dauerhaft auf eine feste Platte aufzuziehen. Dies wird ausschließlich dann eingesetzt, wenn der originale textile Träger so stark zerrissen oder zerstört ist, dass eine herkömmliche Stabilisierung nicht mehr möglich ist, oder wenn außergewöhnliche Bildformate eine besondere Sicherung erfordern.

Merkmale der Marouflage:

Aufbringen     der bemalten Leinwand auf einen stabilen Träger (z. B. Holz- oder     Metal - Aluminiumverbundplatte)   

dauerhafte Verfestigung stark geschädigter, nicht mehr spannbarer Bildträger

Vermeidung erneuter Rissbildung und Deformationen    

Anwendung     nur in begründeten Ausnahmefällen und nach sorgfältiger Prüfung

Die Durchführung erfolgt selbstverständlich unter Wahrung der historischen Substanz, mit reversiblen Klebesystemen und dokumentierter Technik.

Abnahme alter Doublierungen

:

 


In bestimmten Fällen ist es notwendig, frühere restauratorische Maßnahmen zu korrigieren oder rückgängig zu machen – insbesondere dann, wenn sie den Originalzustand beeinträchtigen oder das Kunstwerk langfristig gefährden.

Dazu zählen unter anderem:

Abnahme alter Gewebepflaster
Entfernung nicht originaler Flickstellen oder punktueller Reparaturen, die das Bildgefüge beeinträchtigen oder Spannungen verursachen.
Abnahme alter Doublierungen
Rückführung     früherer Dublierungen, wenn die verwendeten Materialien nicht     alterungsbeständig, zu steif, vergilbt oder ungeeignet sind.

Abnahme von Geweben oder Trägermaterialien

Entfernung     von neueren Leinwänden oder Verstärkungsgeweben, z. B. bei     nachträglichem Spannverlust, Fehlverklebung oder Unverträglichkeit     mit dem Originalmaterial.    

Abnahme von Marouflagen
Nur in     Ausnahmefällen und unter besonderen technischen Voraussetzungen     wird eine aufgezogene Marouflage gelöst – z. B. wenn eine     Reversibilität notwendig oder ein anderer Träger erforderlich ist.

Diese Arbeiten erfordern große Sorgfalt, Erfahrung und fachliche Präzision. Sie werden ausschließlich nach umfassender Untersuchung, Dokumentation und unter Berücksichtigung der Reversibilität und Materialverträglichkeit durchgeführt.


 

Konservierung:

 

 

 

Das Original bewahren, für die Zukunft sichern

Die Konservierung hat das Ziel, die Authentizität und Substanz eines Kunstwerks zu erhalten – ohne es zu verändern oder zu verfälschen.

Durch sorgfältige Maßnahmen schützen wir Kunst- und Kulturgüter vor dem weiteren Verfall, stabilisieren ihre Materialien und sorgen dafür, dass sie auch kommenden Generationen erhalten bleiben.

Konservierung bedeutet:
✔ respektvoller Umgang mit dem Original
✔ präventiver Schutz vor Alterungs- und Umwelteinflüssen
✔ Sicherung historischer und materieller Werte

 

 

 

 

     

       

 

 

 

 

 

 

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